Arteya

Dienstleistungen rund ums Pferd

Angela Kaiser-Mayer, B-Trainerin Westernreiten

Westernreiten -

Basispass, Westernreitabzeichen Bronze Kurs auf dem Gestüt Randeckerhof

 In Neuhemsbach vom 23.Oktober - 14.November 2004

Samstag, 23. Oktober pünktlich um 10 Uhr trafen sich alle Teilnehmer auf dem Randeckerhof. Nach der Begrüßung von unserer Kursleiterin Angela Kaiser-Mayer ging es dann los. Zunächst stellte sich jeder Einzelne vor und wir erhielten einen Zeitplan für die kommenden Wochenenden und jede Menge Papier. Dies zeigte uns schon mal zu Beginn was alles in den nächsten Tagen in unsere Köpfe gebracht werden musste. Es waren erst mal drei Theorietage angesagt. Wir erfuhren neben Bekannten noch viel Neues. Unsere Köpfe rauchten. Einige bekamen jetzt schon das große Zittern. Ob das alles bis zum Prüfungstag zu schaffen sei? Aber Angie machte uns Mut und brachte uns mit viel Sachverstand und Humor durch die Theorie.

Am zweiten Kurswochenende stand am Sonntag Praxis auf dem Plan und welche Kleidung für den Prüfungstag erforderlich war. 

Es gingen Aufschreie durch die Runde. Manchen fehlte der passende Hut. Welche Jeans sind zu tragen. "Ich habe nur Trecking- Schuhe!!" schrie es aus einer Ecke. Welches Hemd oder Bluse ist angemessen, kann ich auch einen Pullover anziehen? Usw. Aber all diese Probleme konnten gelöst werden.
Nun hieß es Pferde fertig machen und auf zur Praxis: Trail, Horsemanship und Gelände. Wer uns hier zugeschaut hätte, hätte keinen Cent auf eine erfolgreiche Prüfung gegeben. Mein Andalusiermischling zeigte sich auf dem Reitplatz von seiner feurigsten Seite und machte seinem Namen alle Ehre ("Fuego"). Mit viel Achtung und Respekt würdigten wir eine Teilnehmerin mit ihrer 29-jährigen Stute. Unsere "graue Eminenz" absolvierte die Übungen mit der dem Alter entsprechenden Ruhe und Gelassenheit.
Aber uns wurde auch allen klar, das es für jedes Pferd/Team noch einiges zu verbessern gab. Angie half jedem dort wo es erforderlich war. Wir fuhren abends mit einer langen Aufgabenliste und völlig ausgelaugt heim.

Am Samstag, dem letzten Tag vor der Prüfung wollte Angie mit uns vormittags noch einmal den Prüfungstag in der Theorie durchgehen: Wann die mündliche Prüfung stattfindet, wann, in welcher Reihenfolge die Pattern geritten werden und den schriftlichen Teil. Alle gackerten durcheinander wie aufgeschreckte Hühner. Erst mit einem Schluck Obstler war die Stimmung wieder zu besänftigen und wir konnten fortfahren.

Nachmittags fand eine Art Generalprobe statt. Was schief gehen konnte ging schief, selbst unsere "graue Eminenz" verlor mal kurzzeitig die Nerven und legte bei der Geländeprüfung einen Stepptanz hin, von meinem Andalusiermisch gar nicht zu reden, ihn mussten wir noch einmal eindringlich zur Mitarbeit überreden und von der Ernsthaftigkeit der Prüfung überzeugen. Aussage von Angie anschließend: "Dies war pädagogisch wertvoll" Zum Schluss meinte Angie nur: "Ich bin froh, dass die Generalprobe so ausgegangen ist. Morgen in der Prüfung wird alles gut".

Am Sonntag, dem Prüfungstag war die Stimmung bei allen etwas angespannt. Als jedoch unsere Richterinnen Frau Susanne Ludwig (FN) und Frau Christina Bröhl (EWU) eintrafen und sich als sehr nett erwiesen, legte sich einwenig die Spannung.
Wir fingen an mit der Prüfung zum Basispass. Gegen 11 Uhr war dies erledigt und beide Richterinnen händigten den Teilnehmern Basispass ihre Urkunden aus. Nach einer kurzen Pause hieß es dann Pferde putzen und satteln für den praktischen Teil Reitabzeichen. Während des Warmreitens wurden Rescuetropfen verteilt (allein der Glaube versetzt Berge). Wir begannen mit dem Trail und atmeten auf, als alle ganz gut durch diese Prüfung gekommen waren. In der Horsemanship stieg die Spannung wieder, da kaum einer ohne Patzer durch die Prüfung kam. Es lag nun noch der Geländeritt vor uns. Hoffentlich bleiben unsere Pferde brav... Aber siehe da, als ob sie es gewusst hätten. Jedes Pferd zeigte sich von seiner besten Seite, blieb brav und hielt die Füße auf dem Boden. Die Geländeprüfung lief perfekt.
Nun hieß es wieder Pferde absatteln, in die Boxen bringen, versorgen und dann zum letzten Teil, dem schriftlichen Teil der Prüfung.

Es wurde uns ein Fragenkatalog mit zwanzig Fragen ausgehändigt, den es zu beantworten galt. Bei der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse stieg die Spannung ins unermessliche. Die Richterinnen teilten uns erst die Noten der Einzelprüfungen, der Theorie und der schriftlichen Prüfung mit. Dann gratulierten sie uns allen zum bestandenen Bronzenen WRA. Nun war kein halten mehr. Es brach großer Jubel aus und alle fielen sich in die Arme. Natürlich wurden noch die obligatorischen Erinnerungsfotos gemacht. Danach wurden die Pferde verladen und wir fuhren alle glücklich und zufrieden nach Hause.

An dieser Stelle möchte ich mich noch mal bei unserer Kursleiterin Angie bedanken. Sie hat uns mit viel Engagement, Ruhe, Humor und Kompetenz durch den Kurs und die Prüfung gebracht. Ein Dank geht auch an die sympathischen Richterinnen Frau Bröhl und Frau Ludwig.

Cornelia Siebel