Arteya

Dienstleistungen rund ums Pferd

Angela Kaiser-Mayer, B-Trainerin Westernreiten

Westernreiten -

Lehr - Wanderritt am 28./29.August 2004

Ein normaler Wanderritt beginnt mit Satteln und Bepacken des Pferdes, nicht so an diesem August-Wochenende: angesichts grauer Wolken und wechselnd starkem Regen wurden Telefon und Handy bemüht, um abzuklären: reiten wir oder reiten wir nicht? Wir ritten !!!!
Satteln und Packen fand im Hänger auf dem Parkplatz Billesweiher statt, Streß Nr.1.
Eine letzte Gepäckkontrolle führte Angie vor dem Abritt in der Reithalle durch.

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Dann starteten wir in bekanntem Gelände, am Randeckerhof Richtung Eselsmühle. Störte im Wald der Nieselregen nicht so sehr, ereilte uns auf der Etappe um Sembach herum -Acker und Wiesen- richtiger Regen. Irgendwie muß man auf einem Lehr-Wanderritt ja auch lernen, wo die Defizite in der Ausrüstung sind: Ponchos, die vom Wind hochgewirbelt werden; Ponchos, die das Wasser direkt auf die Reitschuhe ableiten, Packtaschen, die die Nässe durchlassen usw. Immerhin hatte nachmittags der Wettergott ein Einsehen und stoppte den Regen. Die sommerliche Wärme zauberte in Nebel gehüllte Lichtungen in den Wald.

Nur wegen des Nebels kann man auf dem Photo nicht erkennen, daß Angie gesunde Fitness-Riegel ißt.

Als vorbildliche Berittführerin wird nach jeder Pause vor dem Weiterreiten graziöses Aufwärmtraining gemacht.

Orientierung ist ein wichtiges Kapitel beim Wanderreiten. Wichtiger ist allerdings noch "der schöne Weg". D.h. man reitet einen schönen Weg und überlegt am Ende, wo man sich befinden könnte. Ärgerlich ist es, wenn dabei der Kompaß versagt, die Sonne nicht scheint und Gefühle bekanntermaßen trügerisch sind.
Aber: wir haben den Kreuzhof erreicht (noch vor Dunkelwerden). Während unsere Pferde sich im Unterstand mit Stroh, Heu, Wasser und Kraftfutter erholen konnten, durften wir noch Ponchos aufhängen, Pferdedecken zum Trocknen ausbreiten, endlich unsere nassen Reithosen und Schuhe ausziehen und dann den Abend bei Lasagne und Rotwein genießen.

Am nächsten Morgen war es trocken und ab und zu schaute die Sonne heraus. Da Wanderreiten Genuß und keine Plackerei sein sollte, beschlossen wir beim Frühstück, nicht den ganzen Weg wieder zurück zu reiten, sondern den Tag mit "schönen Wegen" zu genießen und uns samt Pferden dann irgendwo abholen zu lassen.

Gesagt, getan, wir testeten die geländegängigen Eigenschaften unserer Pferde an steilen Waldhängen, die Galoppierfreude an ebenso steilen Wiesenhängen, bis uns Ritas Mann und Iris, die umsichtig und zuverlässig unser Gepäck zum Kreuzhof und zurück gebracht hatte, in Gehrweiler abholten. So war am Nachmittag noch Zeit genug für Pferd und Reiter, zum Duschen, Wälzen, (Fr)essen und Erholen.
Schade, daß so ein abwechslungsreiches und spannendes Wochenende so schnell vorbei geht.
Wann geht es wieder durch "Wald und Flur", Angie?

Ute Napp